Gestern hat es geregnet und es war stürmisch. Im Wohnzimmer war es windstill und so habe ich nicht mehr an die Sturmschäden am Pavillon gedacht. Heute habe ich dann die Bescherung gesehen. War bisher nur eine Seitenstrebe gebrochen, sind nun 2 Seitenstreben gebrochen und ein Hauptpfeiler verbogen. Das Teil ist nun hin. Dabei war der Pavillon gerade mal 1 Woche alt. Warum es in den letzten Jahren vermehrt zu Stürmen kommt, und warum gerade mein Garten so gern verwüstet wird kann ich nur vermuten. Spass macht das nicht!

Außer dem Pavillon hat der Wind auch das Rankgitter vom Wein aus der Verankerung gebrochen.

Überall im Garten liegen Äste und Zweige der Lärchen. Ein Riesenzierlauch ist nun auch kaputt.

Also besser nicht hinsehen.

Dafür gab es reichlich rote Erdbeeren. Ich habe sie zu Hause gewogen, 2062 Gramm laut Küchenwaage. Das ist definitiv zuviel für mich alleine. Also habe ich meine erste Erdbeermarmelade in diesem Jahr gekocht.

Davor gab es aber erstmal reichlich Erdbeeren zum Naschen mit Eis.

Außer den Erdbeeren gab es noch Radieschen zu ernten. Diese Radieschen hatte ich zusammen mit den Möhren als Markierungssaat gesät. Die geernteten Radieschen sind riesig. Das mach auch am Namen liegen, den sie heißen auch „Riesenbutter“.

Den Sturm gut überstanden haben ein paar Schnecken, die hatten sich im Gewächshaus verschanzt und ohne zu fragen meine Gurken und Kohlrabipflanzen an- bzw. abgefressen. Zur Strafe sind sie jetzt auf dem Friedhof.

Nein die Todesstrafe gab es nicht, nur eine normale Umsiedlung. Und sie sind auch nicht wirklich auf dem Friedhof, sondern nur in der Nähe auf meinem Komposthaufen ausgesetzt worden.

Je länger je lieber, so wird das Gartengeißblatt genannt. Das Geißblatt ist eine sommergrüne Kletterpflanze. Mit einer guten Rankhilfe und etwas Aufmerksamkeit kann diese Pflanze als dekorativer Sichtschutz eingesetzt werden.

In meinem Garten ist eine alte Pergola am Zaun seit Jahren ungenutzt.
Letztes Jahr wurde die Pergola frisch gestrichen.

Nun war es an der Zeit eine geeignete Pflanze zu finden.

Je länger je lieber

Die Wahl fiel auf das Geißblatt „je länger je lieber“.
In Muttis Garten stand das Geißblatt beim Heckeschneiden stets im Weg und so war der Umzug beschlossene Sache.
Mitte Mai sollte das Geißblatt ausgegraben werden. Je länger je lieber, traf allerdings auch auf die Wurzeln zu. Nach einer kräftezehrenden Aktion war nun ein riesiges Loch vor der Hecke, aber das Geißblatt war frei.

Umzug in meinem Garten

An seinem neuen Platz musste nun ebenso ein riesiges Loch ausgehoben werden. Dafür war es allerdings schon etwas zu spät. Das Geißblatt durfte über Nacht in einem mit wassergefüllten Kübel parken. Am nächsten Tag haben wir es eingepflanzt.

Da es an diesen Tagen sehr heiß war, habe ich mir etwas Sorgen um das Geißblatt gemacht. Nun ein paar Tage später hat die Pflanze Blüten angesetzt.
In den nächsten Woche wird es sich zeigen, ob das Geißblatt eine gute Wahl war.

Auch in diesem Jahr soll es wieder ein buntes Bohnen-Tippi geben.
Nicht nur die Bohnen sind bunt, sondern auch die Blüten. Dies ist sehr schön anzuschauen und außerdem kann man später Bohnen ernten.

Im neuen Garten wird dazu ein schöner Platz ausgesucht. Dazu werden 3 Bambuststäbe oben, wie ein Tippi, zusammenbunden.

Um jede Stange werden jeweils 8 – 12 Bohnen gelegt. Die Bohnen sollten ca. 2-3 cm mit Erde bedeckt sein. Für das bunte Bohnen-Tippi werden verschiedene Bohnen verwendet.
Schwarze, weiße und Dalmatiner-Bohnen. Diese Bohnen blühen in unterschiedlichen Farben: lila, weiß und rot.

Ganz besonders die schwarzen Bohnen haben es mir angetan, denn sie wachsen sehr schnell und bilden sehr früh Schoten aus. Diese Schoten sind sehr schmal und eignen sich hervorragend für Böhnchen im Speckmantel.

Die weißen Bohnen sind echte Kernbohnen und werden erst am Schluß geerntet.
Die Dalmatiner-Bohnen sind Feuerbohnen, eignen sich allerdings auch als Böhnchen im Speckmantel, solange sie noch jung sind.

Die Bohnen wurden Mitte Mai gesetzt. Nun haben die Bohnenpflänzchen begonnen das Tippi zu erobern.

Gestern Nacht war Sturm. Nicht nur in Wutha-Farnroda auch anderswo hat der Wind gewütet. Leider aber auch in meinem Garten. Den neuen Pavillion hat es dabei erwischt. Heute morgen, als ich in den Tomatenuntserständen gegossen habe, war allerdings der Sturm noch nicht vorrüber.
Deshalb habe ich erstmal alles so gelassen, wie es ist.

Wenn der Wind sich gelegt hat, werde ich sicher eine Möglichkeit finden den Pavillion zu reparieren.